Landkreis Landshut: Versammlung der Feuerwehrführungskräfte und Digitalfunk-Multiplikatoren

Einführung des Digitalfunks bringt große Herausforderungen

von Markus Mühlbauer - Pressesprecher Landkreis Landshut

Im Bild sitzend v. li.: Sascha Hofstetter, Landrat Peter Dreier, Kreisbrandrat Thomas Loibl ) mit den Feuerwehrführungskräften und Digitalfunkmultiplikatoren

Im Bild sitzend v. li.: Sascha Hofstetter, Landrat Peter Dreier, Kreisbrandrat Thomas Loibl ) mit den Feuerwehrführungskräften und Digitalfunkmultiplikatoren

Die flächendeckende Einführung des Digitalfunks stand im Mittelpunkt einer Dienstversammlung der Feuerwehrführungsdienstgrade und der Digitalfunk-Multiplikatoren am Landratsamt Landshut. Dabei stellte Kreisbrandrat Thomas Loibl den weiteren Zeitplan bis zur vollständigen Versorgung aller Landkreis-Feuerwehren mit der neuen Funktechnik vor. Landrat Peter Dreier sprach in diesem Zusammenhang von großen organisatorischen Herausforderungen, die nur durch den ehrenamtlichen Einsatz vieler Feuerwehrleute gemeistert werden können. Ab Juni 2016 soll der Digitalfunk im ganzen Landkreis Landshut verfügbar sein.

In seinem Sachstandsbericht stellte der neue Leiter des Sachgebietes für Brand- und Katastrophenschutz am Landratsamt, Sascha Hofstetter, die Zeitschiene und die nächsten Schritte für die Digitalfunkeinführung vor. Derzeit sei man mit der Beschaffung von rund 3.500 Funkgeräten im Bereich des Rettungszweckverbands Landshut beschäftigt. Dazu werde nun die Ausschreibung vorbereitet. Bis zum Start des erweiterten Probebetriebs im August 2015 sollen möglichst viele Funkgeräte angeschafft sein. Allerdings gäbe es derzeit einen Engpass bei den sogenannten BOS-Sicherheitskarten für die Funkgeräte. Ohne diese Karten, die mit SIM-Karten für Mobiltelefone vergleichbar sind, können die Digitalfunkgeräte nicht betrieben werden. Hier versucht man gemeinsam mit dem bayerischen Innenministerium Lösungen zu finden. 
Florian Kriegl von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut ging auf die Aufgaben der künftigen Technisch-taktischen Betriebsstelle ein, die im Rahmen der Digitalfunkeinführung in der Landshuter Hauptfeuerwache eingerichtet wird. Anders als die bisherigen Geräte haben die neuen Digitalfunkgeräte ähnlich wie Smartphones ein Betriebssystem, welches regelmäßig aktualisiert werden muss. Diese Aktualisierungen sowie die Verwaltung, die Reparatur und der Austausch der neuen Funkgeräte wird Aufgabe der Technisch-taktischen Betriebsstelle sein. Sie ist damit Anlaufstelle für alle Feuerwehren im Landkreis und in der Stadt Landshut.

Der neue Funk-Kreisbrandmeister Wolfgang Metz erläuterte das Schulungskonzept für die Einführung des Digitalfunks. Neben einer digitalen Basisschulung in einer elektronischen Lernanwendung im Internet werden bei den Freiwilligen Feuerwehren theoretische und praktische Basisschulungen angeboten. Für die Führungskräfte gibt es darüber hinaus eine detaillierte Aufbauschulung vor Ort und an der Staatlichen Feuerwehrschule werden Seminare zum Fachwissen Digitalfunk, für die Landkreis-Feuerwehrführungskräfte, für die Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung und für Disponenten der Integrierten Leistelle durchgeführt.

Dieser Schulungsaufwand für die Digitalfunk-Einführung kann nur mit Hilfe von 32 Digitalfunk-Multiplikatoren bewältigt werden, die das Schulungsangebot bei den Freiwilligen Feuerwehren stemmen werden. „Sie leisten auf ehrenamtlicher Basis hervorragende Arbeit für die Einführung des Digitalfunks. Ohne Ihren Einsatz und den der Feuerwehrführungskräfte würde bei diesem Thema nur wenig funktionieren“ richtete Landrat Dreier Worte des Dankes an die anwesenden Multiplikatoren. Kreisbrandrat Thomas Loibl stellte abschließend fest, dass man gut im Zeitrahmen sei und zeigte sich zuversichtlich, was die flächendeckende Einführung des Digitalfunks bis Mitte 2016 angeht.